27.07.2018   Blutmond im Elbsandstein

Ende Juli bot die Natur etwas Besonderes auf: die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts kombiniert mit der größten Erdnähe des Mars seit einigen Jahren und das Ganze passend zur Dämmerungszeit. Eine solche Kombination soll es zu meine Lebzeiten nicht mehr geben - Grund genug, sich an diesem Abend auf Fotopirsch zu begeben. Das Ziel stand schnell fest: ein schönes Dämmerungsbild mit einer markanten Landmarke und dem Blutmond dazu. Die Standortsuche gestaltete sich etwas schwierig, da in der Sächsischen Schweiz aufgrund der wochenlangen Hitze und Trockenheit ein nächtliches Waldbetretungsverbot herrscht. Recht bald kristallisierten sich die Felder nahe Struppen als passender Standort heraus - hier sollte der Mond über der Festung Königstein aufgehen. Nach einem kurzen Schauer am Nachmittag verharrten noch einige Restwolken am Himmel, die es in Sachen Sichtbarkeit spannend machten. Zusammen mit geschätzten zwei Dutzend anderen Schaulustigen harrte ich dann ab 21:00 Uhr der Dinge. Der Mondaufgang selbst ging leider in einer Dunstwolkenschicht über dem Horizont unter, doch mit zunehmendem Aufstieg erschien er klarer und roter. Nach der blauen Stunde kam auch der Mars deutlich sichtbar hinzu. Ich war mit meiner Fotoausbeute ganz zufrieden, auch wenn die Erkenntnis des Abends war, dass selbst 300 mm Brennweite für ein großformatiges Mondfoto nicht ausreichen. Trotz aller Knipserei - ein schönes Erlebnis war dieser Abend auf jeden Fall.