Elbsandsteingebirge

Für Fotografen ist das Elbsandsteingebirge eine faszinierende und an Motiven kaum zu übertreffende Landschaft. Auf kleinstem Raum wechseln sich steile Felswände, tiefe Schluchten, dunkle Wälder und klare Bäche ab. Wo an einem Punkt noch eine traumhafte Aussicht wartet, kann man ein paar Schritte weiter in die Details der Sandsteinformen eintauchen. Und dazwischen warten immer wieder die vielfältigen Spuren menschlichen Wirkens auf: Reste alter Felsenburgen, verwitterte Einmeiselungen, alte Sandsteintreppen. Quer durch alle vier Jahreszeiten - das Elbsandsteingebirge bietet von der Panorama- bis zur Makrofotografie immer auf's neue interessante Motive. Zugegeben - es fällt mir schwer, sich beim Portfolio zum Elbsandstein auf eine Handvoll Aufnahmen zu begrenzen. Ich habe es versucht...ergebnislos. Nach fast jeder Fototour ist mindestens ein Bild entstanden, das es wert ist, hier gezeigt zu werden. Das Portfolio ist deshalb mit der Zeit so gewachsen, dass ich angefangen habe, das Ganze nach Teilregionen zu sortieren. Viel Spaß beim anschauen und entdecken!

 

Bastei und Umgebung

(Bastei, Felsenburg Neurathen, Wehlgrund, Rathener Felsrevier, Gamrig, Stille Gründe, Uttewalder Grund)

Es gibt keinen bekannteren Punkt in der Sächsischen Schweiz und etwa 1,5 Millionen Besucher zieht es pro Jahr auf die Aussicht knapp 200 Meter hoch über dem Elbtal. Die stillen Momente sind selten auf der Basteibrücke - und doch gibt es sie, v. a. in den frühen Morgen- und Abendstunden. Und abseits von Aussicht, Brücke und Felsenburg Neurathen bedarf es nur weniger Schritte, um fast allein mit sich und der Natur zu sein. In die Stillen Gründe, auf die schwindelerregend verlaufende Rahmhanke und die kleinen Pfade rund um den Wehlgrund und den Raaber Kessel verirren sich oft nur Bergsteiger und ein paar Fotografen, die hier mit abwechslungsreichen Motiven belohnt werden. Ein Klassiker darf dabei nicht fehlen: die Aussicht über dem Höllenhund ist für mich eines der schönsten Motive in der vorderen Sächsischen Schweiz.

 

Am Rande der Sächsischen Schweiz

Die Grenzgebiete zwischen Sächsischer Schweiz, Osterzgebirge und Lausitzer Bergland sind weit weniger bekannt, als Bastei, Schrammsteine & Co. Dabei finden sich auch hier in den Flusstälern von Wesenitz (Liebethaler Grund) und Gottleuba interessante Sandsteinformationen und von den Höhenzügen des westlausitzer Hügel- und Bergland bieten sich weite Blicke über das Elbsandsteingebirge.

 

Bielatal

Klein aber fein - so kann man das Bielatal bezeichnen. Markant sind die außerordentlich bizarren Felsformationen und die zahlreichen Aussichtspunkte an beiden Talkanten. Fast 240 Klettergipfel lassen sich hier erklimmen - mehr als nirgendwo sonst in der Sächsischen Schweiz. Interessant sind auch die Spuren, welche das Kurwesen der Schweizermühle in Form von kleinen und heute teils verfallenen Pfaden hinterlassen haben.

 

Böhmische Schweiz (České Švýcarsko)

Der tschechische Teil des Elbsandsteingebirges ist mindestens genauso sehenswert, wie das sächsische Pendant. Allerdings treten die freistehenden bizarren Sandsteinformationen hier gegenüber ausgedehnten Wäldern zurück. Tief haben sich die Täler von Kirnitzsch (Křinice) und Kamnitz (Kamenice) in die Landschaft eingeschnitten. Was mich in der Böhmischen Schweiz immer wieder fasziniert, sind die zahlreichen Kleindenkmale am Wegesrand in Form von Felsenkapellen, Wegkreuzen, Heiligenbildern usw.

 

Schrammsteine, Schmilkaer Felsenwelt und Umgebung

(Schrammsteine, Affensteine, Hohe Liebe, Frienstein, Terrassenwege, Schmilkaer Felsenkessel)

Es gibt keinen anderen Bereich, in dem die Wildheit und Urtümlichkeit des Elbsandsteingebirges so erlebbar ist, wie um die Schramm- und Affensteine. Urwüchsige und stark zerklüftete Felsenformen wechseln auf engstem Raum mit fantastischen Aussichten und Tiefblicken. Nirgend sonst kommt der Wanderer wohl so an seine Grenzen, wie auf den Stiegen und Terrassenwegen, die sich in schwindelnder Höhe um den Schmilkaer Felsenkessel bzw. auf seine Höhen ziehen. Und wenn an den Sommerwochenenden die Touristenmassen zwischen Schrammsteinaussicht und Carolafelsen unterwegs sind, dann genügt ein kleiner Abstecher auf einen der kleinen Pfade rund um den Dom, und man ist mit sich und der Welt wieder allein.

 

Hohnstein und Umgebung

(Brand, Ochelwände, Waitzdorfer Aussichten, Polenztal)

Wer das Elbsandsteingebirge komplett von der Bastei bis zum Rosenberg (Růžovský vrch) betrachten möchte, der kommt am Balkon der Sächsischen Schweiz nicht vorbei: die Aussicht vom Brand zählt zu recht zu den umfassendsten Weitblicken, die man hier erleben kann. Unverstellt reicht der Blick von hier (oder den benachbarten Waitzdorfer Aussichten und Ochelwänden) bis zu den Höhen des Osterzgebirges und des Böhmischen Mittelgebirges am Horizont. Und tief unten fließt die Polenz mal murmelnd und mal rauschend in ihrem kühlen Tal dahin.